Schwebebahn-Neubau total absurd!

lassen.gif (1593 Byte)1000 Mio DM sinnlos vergeuden?

Fakten + + + Fakten + + + Fakten

Es fehlt jeder Nachweis, daß das Schwebebahngerüst marode ist!

Anfang der 70er Jahre wurden aufwendige wissenschaftliche Gutachten erstellt, mit dem Ergebnis, daß das Stahlgerüst für mindestens nochmals weitere 75 Jahre halten wird.

Aufgrund dieser Gutachten stellte der Landeskonservator des Rheinlandes die Schwebebahn als "einen markanten Punkt der Entwicklung des Stahlhochbaus" als "technisches Denkmal" unter Schutz

Schon die historische Schwebebahn wurde für den 2 Minutentakt gebaut! Bis heute fährt man täglich für kurze nur im 3 Minuten-Takt, weil es nicht genug Fahrzeuge für einen 2 ½ Minuten-Takt gibt.

.Die Schwebebahn hat auch heute noch nicht die Grenze ihrer Fahrgastkapazität errreicht. 1996 transportierte sie nur 22, 9 Millionen Fahrgäste. Das ist nicht mehr als 1925. Die Bahn hat aber schon 24 Millionen Fahrgäste im Jahr befördert und das mit den alten Wagen, die nur 130 Personen faßten und schwerer waren als die neuen.

1950 wurden bei einer Tageszählung an einem Donnerstag dem 14. Dezember 84.000 Fahrgäste gezählt, was keineswegs eine Höchstzahl darstellte.

Zur Zeit fährt die Bahn täglich etwa 60 - 70.000 Personen am Tag.

Anfang der 70er Jahre wurden neue Gelenkfahrzeuge angeschafft, die 205 statt 130 Personen befördern können. Die Bahn hat also seit den 70er Jahren eine um 50%höhere Kapazität.

Unter Zugrundelegung der Zählung von 1950 könnte die gute alte Schwebebahn also heute ohne weiteres 130.000 Personen pro Tag befördern. Bei einer Taktverdichtung sogar noch mehr.

Damit das Gerüst dieser erhöhten Kapazität durch die neuen Fahrzeuge auch standhielt, wurde es von 1979-83 auf der gesamten Strecke durch Einbau von 1000 neuen Brückenlagern für 36 Mio DM stabilisiert!

In den 80er Jahren bis ins Jahr 1992 wurden alle Schwebebahnbahnhöfe aufwendig renoviert.

Nach dieser Generalsanierung in den Schlagzeilen 1984 hieß: "Die Bahn ist top-fit für das Jahr 2000!" Davon wollen die WZ und die Stadtwerke heute nichts mehr wissen.

1992 kam der aus der Stahlstadt Dortmund stammende Verkehrsminister Kniola nach Wuppertal und erklärte die Bahn für marode. Die WZ fragte plötzlich "Wird die Schwebebahn noch einmal gebaut?" Bis heute bleibt erklärungsbedürftig, wie die Bahn von 1984 bis 1992 vom Zustand "top-fit" in den Zustand "abbruchreif marode" wechseln konnte.

Die Kosten der neuen Schwebebahn werden künstlich auf 500 Millionen DM herunter gerechnet, obwohl die Kosten für einen Neubau der Schwebebahn schon Anfang der 80er Jahre auf 1 Milliarde DM geschätzt wurden.

Da Bund und Land nur 450 Millionen DM beisteuern und die Stadt nur 50 Millionen bereitstellt bleibt eine Finanzierungslücke von 500 Millionen DM. Wer kommt dafür auf? Soll noch mehr Tafelsilber der Stadt verkauft werden? Sollen die WSW eines Tages Privatisiert werden, weil der monströse Schwebebahnneubau alle Kostenrahmen sprengt?

 

Seit Anfang 1997 fordert die Bürgerinitiative "Rettet die Schwebebahn!" Einsicht in die Gutachten wonach das Gerüst der Schwebebahn marode sei.

Bis heute wurden die Gutachten nicht nur uns, sondern auch dem Bund der Steuerzahler und der gesamten Öffentlichkeit vorenthalten. Ohne diese Gutachten hätte der Landeskonservator niemals einem Abriß und Neubau der historischen Bahn zustimmen dürfen. Denn seit dem 26. Mai dieses Jahres steht die Bahn auch in Wuppertal unter Denkmalschutz. Ohne Gutachten bleiben die Gutachten von 1976 voll gültig, da sie sich bis auf die Mitte des 21. Jahrhunderts beziehen. Nach den Bauarbeiten und statischen Verstärkungen und der Renovierung müßte sich die Bahn heute in einem weit besseren Zustand als 1976 befinden! Sollte das nicht der Fall sein, müßte geprüft werden ob in unserer von Korruption geschüttelten Stadt die Schwebebahn regelmäßig und sachgerecht gegen Witterungseinflüsse geschützt wurde.

Am 6. 10. Erklärte OB Dr. Kremendahl auf hartnäckiges nachfragen, daß es Gutachten zum Gesamtzustand des Schwebebahngerüstes "in dem Sinne" gar nicht gebe.

Daraufhin beantragte die Bürgerinitiative "Rettet die Schwebebahn!" e.V. in der Zeit vom 21. Bis 24 November während der Bauarbeiten am Bahnhof Kluse mit vereidigten Sachverständigen die Tragkonstruktion der Brücken auf ihren Korrosionsscz und den Zustand des Stahls hin untersuchen zu dürfen.

Die WSW teilten der Bürgerinitiative am 30 Oktober 1997 im Einvernehmen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und Oberbürgermeister, Dr. Hans Kremendahl mit, daß wir Ihnen eine Erlaubnis zum Betreten der Schwebebahn-Tragkonstruktion nicht erteilen werden."

Dazu darf es nach dieser Sachlage nicht kommen:

Zum 100sten Geburtstag im Jahre 2001 soll nach den Planungen der WSW vom weltberühmten Bauwerk aus Kaisers Zeiten nicht ein Träger mehr übrig sein. Alle Jugendstilbahnhöfe werden zerstört. Nur die modernen Bahnhöfe Ohligsmühle, Döppersberg und Alter Markt bleiben unter Denkmalschutz. Zur Zeit bestehen Gerüst und Bahnhöfe noch zu 90% aus Originalsubstanz.

Diese und weitere Tatsachen werden der Wuppertaler Öffentlichkeit bis heute von der lokalen Monopolpresse unterschlagen!

Damit stellt sich immer mehr die Frage:

Fällt ein Welterbe der Menscheit, das Wahrzeichen der Stadt, die Schwebebahn einem Subventionsbetrug zum Opfer?Versinkt sie im Sumpf einer politisch maroden Stadt?

Die Schwebebahn ist vollkommen intakt, muß nur mit einem neuen Korrosionsschutz versehen werden. Sie kann weiter modernisiert, mit behindertengerechten Aufzügen ausgestattet, mit einer leistungsfähigeren Signalanlage versehen werden. Der Bahnhof Kluse wird auch von uns als ein architektonischer Akzent der 90er Jahren akzeptiert. Alt und Neu könnte durch Renovierung der historischen Substanz zum 100sten Geburtstag zusammengeführt werden.

Unterstützen Sie uns in unserem Bemühen ein sachkundiges Gutachten zum Stahlgerüst einzuholen. Noch ist es nicht zu spät. Bürger setzen sich gegen die Zerstörung unserer Stadt und die Zerrüttung unserer Finanzen zur Wehr. Der Abriß der Schwebebahn und ihr fast vollständiger Neubau ist nicht nur eine kulturelle Schande, sondern auch eine einzigartige Steuergeldveruntreuung.