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Aschermittwoch der CDU im Brauhaus 17.2.1999

Schwebebahn:

Jahrhundert-Prozeß vor dem Landgericht:

"Subventionsbetrug zerstört die Schwebebahn!"

Der Neubau der Schwebebahn ist eine einzigartige Verschwendung von Steuergeldern. Seit zwei Jahren fordert der Bund der Steuerzahler und die Bürgerinitiative "Rettet die Schwebebahn!" die öffentliche Überprüfung der Gutachten, wonach das Schwebebahn-Gerüst angeblich marode sei. Trotzdem halten die Stadtwerke bis zum heutigen Tage die Gutachten unter Verschluß.

Diese Strategie der Geheimhaltung wird aber nicht mehr viel nutzen, denn die Bürgerinitiative "Rettet die Schwebebahn!" e.V. weist den Stadtwerken in einem Prozeß vor dem Landgericht Wuppertal nach, daß die Schwebebahn nicht dem Rost, sondern einem Subventionsbetrug zum Opfer fällt. Der erste Erörterungstermin ist am 7.4.1999. Angesichts der Größenordnung des Betruges und der Bedeutung des Bauwerks als Welterbe der Menschheit kann man von einem Jahrhundert-Prozeß sprechen. "Wenn weiterhin die Gutachten unter Verschluß bleiben sollten, gehen wir notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht," sagte der Vorsitzende der Bürgerinitiative Burkhard Stieglitz in einem Interview für Radio Wuppertal.

Der totale Abriß und Neubau der Schwebebahn - nur die Bahnhöfe Ohligsmühle, Döppersberg und Alter Markt bleiben erhalten - ist vollkommen überflüssig! Nach dem Abriß des Bahnhofes Adler-Brücke sollen 14 weitere Bahnhöfe in den kommenden 5 Jahren zerstört werden und Neubauten weichen. Dabei würde ein neuer Korrosionsschutz genügen. Bereits 1 ½ Jahre vor dem Baubeginn hat die Bürgerinitiative "Rettet die Schwebebahn!" den Stadtrat und vor allem den CDU-Bürgermeister Richter darüber informiert, daß die Schwebebahn gerade erst in den Jahren 1980-1992 für eine höhere Transportkapazität ausgebaut wurde. Das Gerüst wurde statisch verstärkt und alle Bahnhöfe saniert. Das Stahlgerüst ist nach Aussagen von Angestellten und Fachleuten der Stadtwerke "kerngesund". Diese Modernisierung der Schwebebahn wurde mit 28 Mio DM vom Bund subventioniert.

Bis heute wird Wuppertal über das Schwebebahn-Projekt systematisch belogen, wenn behauptet wird, das Gerüst sei "marode"! Wir drängen seit Jahren die Politiker der Stadt immer wieder, die Gutachten offenzulegen. "Es kann doch nicht sein, daß Projekte dieser Größenordnung nur deshalb von jeder öffentlichen Kontrolle ausgeschlossen bleiben, weil man die Stadtwerke privatrechtlich organisiert hat" - so die Bürgerinitiative "Rettet die Schwebebahn!" gegenüber Radio Wuppertal.

Die Bürgerinitiative hat sich bereit erklärt nach Erhalt der Unterlagen die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin (BAM) mit der Analyse der Gutachten zu beauftragen. Weder die SPD, noch die Grünen und auch nicht die CDU setzen sich für die Offenlegung ein. CDU-Bürgermeister Richter teilte uns lapidar mit, er könne ebensowenig wie die Ratsmitglieder die Stadtwerke veranlassen, die Gutachten zu veröffentlichen. Das ist kaum zu glauben, denn die Stadtwerke befinden sich zu 98 % im Eigentum der Stadt Wuppertal!

Während in anderen Städten am Aschermittwoch die Narrenzeit beendet ist, sind in Wuppertal ab Freitag wieder die Narren am Werk : Der Abriß und Neubau des Bahnhofs Robert-Daum-Platz beginnt. Alaaf und Helau!

 

Die Gutachten zum Schwebebahngerüst aus den 30er, 50er und 60er Jahre taugen allesamt nichts. Sie hatten das Gerüst aufgrund falscher Voraussetzungen, wie es Fachleute der Stadtwerke herausgefunden hatten, künstlich "totgerechnet". Seit den Gutachten von Prof. Reinitzhuber und Prof. Pelikan aus den Jahren 1969 und 1975 ist den Stadtwerken genau bekannt, daß das Gerüst mindestens noch einmal so lange halten kann. Am 16. und 17. August 1983 berichtete die WZ darüber.

 

V. i. S. d. P. Bürgerinitiative "Rettet die Schwebebahn!" e.V., Vorsitzender Burkhard Stieglitz, Krautsberg 5, 42275 Wuppertal, Tel. 550998 FAX 558494, überparteilich, gemeinnützig, Stadtkasse Wuppertal, Kto. 100719 Haushaltsstelle 3600-177.0100.2 bei der Stadtsparkasse Wuppertal BLZ 330 500 00