Subventionsbetrug zerstört die Schwebebahn!

Neubau ist völlig überflüssig!

Sie lügen und betrügen!

Die alte Schwebebahn war und ist sicher, stabil und leistungsfähig. Subventionsbetrug ist der wahre Grund für den totalen Schwebebahn-Abriß und -Neubau. 500 Mio. DM Landessubventionen wurden betrügerisch ergaunert. Aber für diesen Betrag erhält man keine neue Schwebebahn. Nun müssen weitere 500 Mio. DM vom Land NRW ergaunert werden, weil man mit dem erhaltenen Geld niemals auskommen wird.

 

Dafür setzten die Stadtwerke drei Lügen in Umlauf, die noch immer gedankenlos wiederholt werden:

Die erste Lüge: das Gerüst sei marode und müsse dringend ausgetauscht werden, wenn aus der Schwebebahn keine Museumsbahn werden solle.

Die zweite Lüge: die Schwebebahn fahre am Rande ihrer Kapazitätsgrenze und könne keine weitere Taktverdichtung zulassen.

Dritte Lüge: Die Sicherheit der Fahrgäste könne auf dem alten Gerüst nicht gewährleistet werden.

Das ist die Wahrheit, die die WZ hoffentlich bald veröffentlicht:

In den 80er Jahren erhielten die Stadtwerke Landessubventionen in Höhe von 32 Millionen DM. Dafür wurde das alte Gerüst für die neue Fahrzeuggeneration statisch verstärkt. Die Gelder wurden darüberhinaus bewilligt für behindertengerechte Aufzüge als Anbauten an die historischen Bahnhöfe, sowie für eine neue Signalanlage und für einen 2 ½ Minuten-Takt. Die Aufzüge wurden zwar angekündigt, doch nicht eingebaut, der mögliche 2 ½ Minuten Takt wurde niemals fahrplanmäßig gefahren - es gibt gar keine Engpässe!

Die Lebensdauer des alten Gerüstes ist bei sorgfältiger Pflege und regelmäßigem Korrosionsschutz praktisch unbegrenzt! Das Gerüst hat, wie Gutachten feststellten ausreichende Tragreserven.

Das heutige Gerüst ist vollkommen sicher !

Sein Austausch ist geradezu kriminell !

Die Stadtwerke waren aber vorausschauende Betrüger. Sie ließen an stark beachteten Streckenabschnitten den Anstrich absichtlich über Jahrzehnte verkommen, so daß bei Laien der Eindruck entstand, der Stahl des Gerüstes sei marode. Löcher in Stahlträgern wurden als Durchrostung dargestellt, obwohl es sich um winzige und statisch unerhebliche Durchschüsse aus dem 2. Weltkrieg handelt. Man kann dies am ersten Stahlträger im Abschnitt Döppersberg Richtung Robert-Daum-Platz beobachten. Wie sachgerechter Anstrich aussieht, davon kann man sich am Bahnhof Oberbarmen ein Bild machen.

Die Stadtwerke wollten der Bürgerinitiative "Rettet die Schwebebahn!" e.V. gerichtlich verbieten lassen, weiterhin von Lüge und Betrug im Zusammenhang mit dem Neubau der Schwebebahn zu sprechen. Damit haben die WSW wie überall bei diesem Projekt eine Bruchlandung erlebt! Die Bürgerinitiative hat kategorisch die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung abgelehnt und die Stadtwerke zur Klage vor Gericht aufgefordert. Vor dem Landgericht Wuppertal erlitten die Stadtwerke am 7. April 1999 eine schwere Niederlage. Nach Darlegung der gesamten Betrügereien, vom Ausschreibungsbetrug über den Gutachtenbetrug bis zum Subventionsbetrug in einer 72seitigen Klageerwiderung durch die Bürgerinitiative konnte das Gericht die Klage der Stadtwerke nur als unbegründet zurückweisen. Es darf also mit Genehmigung des Landgerichtes Wuppertal geschrieben werden, daß die Schwebebahn einem Subventionsbetrug zum Opfer fällt. Das kümmert den Stadtrat und den Oberbürgermeister aber herzlich wenig. Sie wollen das Betrugsprojekt auf "Teufel komm raus" durchziehen.

Sollte der Neubau weitergehen so bedeutet dies: Vergeudung der Gelder, die der Stadt Wuppertal eigentlich für die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs zustehen. Wuppertal wird aber die einzige Stadt Deutschlands sein, die ihr Verkehrsnetz nach der "Investition" von über 1000 Millionen DM nicht um einen Meter erweitert haben wird. Wir haben danach keine U-Bahn, keine Verlängerung der Schwebebahn, keine Verbesserung der Nord-Süd-Verbindungen der Stadt - nichts!

Fünf Menschen kamen ums Leben, weil die Stadtwerke Ausschreibungsbetrug begingen: Weil man absichtlich falsch ausschrieb, waren Firmen, die den Auftrag fachgerecht und preiswert hätten ausführen können gar nicht über das Projekt informiert. So bauen heute Kraftwerksingenieure eine Brückenkonstruktion mit den entsprechenden Folgen dieser dilettantischen Ausführung.

Nach Abschluß der verrücktesten Baumaßnahme der deutschen Kommunalgeschichte wird Wuppertal auch noch sein berühmtestes Bauwerk zerstört haben. Man vergleiche nur einmal die alte und neue Station Adlerbrücke. Anstatt die historischen Jugendstiltürme zu ergänzen - so geschehen in den 80er Jahren an der Station Werther Brücke - hat man die ganze Station im Glaskasten-Stil der 50er Jahre neu gebaut - eine Station ohne Flair und ohne historischen Scharm. In einem Jahr soll dann auch die Werther Brücke von Vandalen abgerissen und neu gebaut werden. Wohlgemerkt: Alles das ist sicherheitstechnisch und verkehrspolitisch völlig sinnlos!

Jeder Tag bringt Millionenverluste für die Stadt und zerstört unsere einzigartige stets leistungsfähige gute alte Schwebebahn. Statt eines großen Denkmals soll Wuppertal künftig ein Schandmal haben und dafür auch noch Opfer an Zeit und Geld aufbringen.

Herr Dr. Krumsiek: stoppen Sie den Abriß und Neubau der Schwebebahn - sofort !

V.i.S.d.P. Bürgerinitiative "Rettet die Schwebebahn!", Krautsberg 5, 42275 Wuppertal, Tel. 55 09 98